Zum Hauptinhalt springen
HWID Checker

Welchen Prozessor habe ich? Windows, Mac, Linux und Chromebook

Ermitteln Sie Ihr genaues CPU-Modell unter Windows 11/10, macOS, Linux und ChromeOS und verstehen Sie die Bezeichnungen von Intel, AMD, Apple und Snapdragon.

HWID Checker · 19. September 2026 · 8 Min. Lesezeit

Wer wissen möchte, welcher Prozessor im eigenen Computer steckt, braucht weder das Gehäuse zu öffnen noch ein Zusatzprogramm zu installieren. Das Betriebssystem zeigt die tatsächlich erkannte CPU bereits an.

Unter Windows öffnen Sie Task-Manager → Leistung → CPU. Auf dem Mac wählen Sie Apple-Menü → Über diesen Mac, unter Linux führen Sie lscpu aus und auf einem Chromebook öffnen Sie chrome://system und erweitern cpuinfo.

Notieren Sie immer die vollständige Modellbezeichnung. „Core i7“, „Ryzen 7“ oder „Apple M“ bezeichnet nur eine Familie. Intel Core i7-1360P, AMD Ryzen 7 7800X3D, Apple M4 Pro oder Snapdragon X Elite X1E-80-100 verrät deutlich mehr.

Schnellübersicht für alle wichtigen Betriebssysteme

SystemSchnellster integrierter WegGesuchter Eintrag
Windows 11/10Strg + Umschalt + Esc → Leistung → CPUVollständiges Modell oben rechts
Windows-EinstellungenEinstellungen → System → InfoProzessor und Systemtyp
PowerShell(Get-CimInstance Win32_Processor).NameGemeldeter Name je CPU-Sockel
macOSApple-Menü → Über diesen MacChip oder Prozessor
LinuxlscpuModellname, Architektur, Sockel, Kerne und Threads
ChromeOSchrome://system → cpuinfoVom Kernel gemeldete CPU-Daten
Ohne startfähiges OSBIOS/UEFIProzessor- oder Systeminformationsseite

CPU unter Windows 11 oder Windows 10 finden

Methode 1: Task-Manager

Drücken Sie Strg + Umschalt + Esc, wählen Sie Leistung und dann CPU. Oben rechts steht das Modell. Darunter finden Sie:

  • Sockets: installierte Prozessorpakete, bei normalen PCs meist eines;
  • Kerne: physische, für Windows sichtbare Rechenkerne;
  • Logische Prozessoren: planbare Hardware-Threads;
  • Basisgeschwindigkeit: gemeldeter Nominaltakt;
  • Geschwindigkeit: aktueller, ständig wechselnder Betriebstakt.

Identifizieren Sie die CPU nicht anhand der momentanen GHz-Zahl. Moderne Prozessoren takten je nach Last, Temperatur und Leistungsgrenze hoch und herunter.

Methode 2: Einstellungen

Öffnen Sie Einstellungen → System → Info. Unter Gerätespezifikationen steht das Modell neben Prozessor. Systemtyp zeigt x64, ARM64 oder bei alten Geräten x86. „x64-basierter Prozessor“ ist nur die Architektur, nicht das Modell.

Methode 3: PowerShell

Nur den Modellnamen anzeigen:

(Get-CimInstance Win32_Processor).Name

Modell, Hersteller und Topologie anzeigen:

Get-CimInstance Win32_Processor |
  Select-Object DeviceID, Name, Manufacturer, NumberOfCores, NumberOfLogicalProcessors, MaxClockSpeed

Win32_Processor liefert ein Objekt pro sichtbarem CPU-Sockel. Ein normaler Laptop oder Desktop zeigt eine Zeile, eine Dual-Socket-Workstation zwei. In einer VM kann ein synthetischer oder vom Host abgeleiteter Name erscheinen.

Aus der Eingabeaufforderung funktioniert dieselbe unterstützte Abfrage so:

powershell -NoProfile -Command "Get-CimInstance Win32_Processor | Select-Object Name,NumberOfCores,NumberOfLogicalProcessors"

Veraltete Anleitungen empfehlen wmic cpu get name. Microsoft hat wmic.exe abgekündigt; auf aktuellen Windows-11-Systemen kann es fehlen. Get-CimInstance ist der heutige Ersatz.

Methode 4: Systeminformationen

Drücken Sie Win + R und starten Sie:

msinfo32

Die Systemübersicht enthält neben dem Prozessor auch PC-Modell, BIOS-Modus, Arbeitsspeicher und Windows-Build.

Warum der Geräte-Manager die CPU mehrfach aufführt

Unter Prozessoren kann für jeden logischen Prozessor ein Eintrag erscheinen. Eine CPU mit 8 Kernen und 16 Threads kann daher 16-mal gelistet sein. Das bedeutet nicht, dass 16 physische CPUs eingebaut sind.

Chip eines Mac ermitteln

Wählen Sie Apple-Menü → Über diesen Mac.

  • Bei Apple Silicon steht Chip, etwa Apple M3 Pro oder Apple M4 Max.
  • Bei Intel-Macs steht Prozessor mit der Intel-Bezeichnung.

Apple begann Ende 2020 mit dem Wechsel von Intel zu Apple Silicon. Derselbe Mac-Familienname kann deshalb Intel- und M-Serien-Generationen umfassen.

Für einen ausführlichen Bericht öffnen Sie Systeminformationen oder führen aus:

system_profiler SPHardwareDataType

uname -m zeigt lediglich die Architektur:

uname -m

arm64 weist gewöhnlich auf Apple Silicon hin, x86_64 auf Intel. Es unterscheidet aber kein M2 von einem M4.

CPU unter Linux finden

Der wichtigste Befehl lautet:

lscpu

Er zeigt Architektur, Hersteller, Modell, Sockel, Kerne, Threads, Cache und Virtualisierungsmerkmale. Eine kompakte, sprachunabhängig filterbare Ausgabe erhalten Sie mit:

LC_ALL=C lscpu | grep -E '^(Architecture|CPU\(s\)|Model name|Socket\(s\)|Core\(s\) per socket|Thread\(s\) per core):'

Eine zweite Quelle ist:

cat /proc/cpuinfo

Auf Intel- und AMD-Systemen reicht oft:

LC_ALL=C grep -m1 'model name' /proc/cpuinfo

ARM-Platinen melden nicht immer einen aussagekräftigen Marketingnamen. Ergänzen Sie dann das Board-Modell:

cat /sys/firmware/devicetree/base/model 2>/dev/null

Container und Cloud-VMs sehen möglicherweise nur zugewiesene Kerne oder einen generischen virtuellen Prozessor. Das Ergebnis beschreibt dann die nutzbare Umgebung, nicht den gesamten physischen Server.

CPU eines Chromebooks finden

Öffnen Sie chrome://system, suchen Sie cpuinfo und wählen Sie Expand. Die App Diagnostics ist eine sinnvolle Ergänzung für Auslastung, Temperatur, Geschwindigkeit und CPU-Tests, zeigt aber nicht auf jedem Gerät den vollständigen Verkaufsnamen.

Chromebooks können Intel Core, Intel N-Series, Celeron, Pentium, AMD Ryzen, Athlon, MediaTek Kompanio, Qualcomm Snapdragon oder andere ARM-Plattformen verwenden. Bei verwalteten Schulgeräten können Diagnoseansichten gesperrt sein; verwenden Sie dann die genaue Modellnummer und die Herstellerseite.

Wenn das Betriebssystem nicht startet: BIOS oder UEFI

Die meisten PCs zeigen den Prozessor unter System Information, Main, Overview oder Hardware Information. Übliche Starttasten sind F2, Entf, Esc und F10, abhängig vom Modell. Ändern Sie dort keine Spannungs-, Takt-, Sicherheits- oder Boot-Einstellungen.

CPU-Bezeichnungen richtig lesen

Der Name enthält meist Hersteller, Produktfamilie, Leistungsklasse und konkrete SKU. Suffixe können Leistungs- oder Funktionsklassen markieren. Da sich Namensschemata ändern, gilt die offizielle Spezifikationsseite des exakten Modells mehr als eine alte Tabelle.

Intel

FamilieTypischer EinsatzWichtig
Core Ultra 5/7/9Aktuelle Premium-Laptops und DesktopsVollständige Nummer und Suffix, z. B. 258V oder 285K
Core 3/5/7 bzw. Core i3/i5/i7/i9Mainstream-PCs vieler Generationeni7-1360P, nicht nur „i7“
Intel Processor / N-SeriesEinstiegsgeräte, Mini-PCs, ChromebooksExakte SKU wie N100
XeonWorkstations und ServerVollständige Familie und Modellnummer
Pentium/CeleronÄltere und günstige SystemeVollständiger Name

K kennzeichnet meist entsperrte Desktopmodelle, F erfordert eine separate Grafikkarte; H, HX, P und U stehen für unterschiedliche Mobilsegmente. Core Ultra verwendet ein anderes Serienmodell als ältere Generationsnamen.

AMD

Wichtige Familien sind Ryzen 3/5/7/9, Ryzen AI und Ryzen AI Max, Threadripper, EPYC und Athlon. Ryzen 7 7800X3D, Ryzen 7 7840U und Ryzen AI 7 350 gehören trotz gleicher Stufe zu verschiedenen Klassen. X3D bezeichnet zusätzlichen 3D V-Cache; U, HS, H und HX stehen für unterschiedliche mobile Leistungsbereiche. Prüfen Sie immer die konkrete AMD-Produktseite.

Apple

M-Serien-Chips sind SoCs mit CPU, GPU, Media-Engines, Speichercontrollern und weiteren Komponenten. Die Zahl bezeichnet die grobe Generation; Pro, Max und Ultra unterscheiden größere Konfigurationen. Macs mit derselben Chipfamilie können dennoch andere Kernzahlen, Speichergrößen und Kühllimits besitzen.

Qualcomm Snapdragon

Windows-on-Arm-Geräte nutzen Snapdragon X, X Plus und X Elite mit Teilenummern wie X1E-80-100. Neuere Systeme verwenden X2 Plus, X2 Elite oder X2 Elite Extreme. Es handelt sich um Arm64-SoCs mit Oryon-CPU, integrierter Grafik und NPU. Bei Downloads ist die Wahl zwischen x64 und ARM64 wichtiger als die Marketingstufe.

MediaTek und Chromebook-Chips

MediaTek Kompanio ist eine ARM-basierte SoC-Familie für Chromebooks. ChromeOS zeigt teilweise den Plattformnamen statt eines Desktop-CPU-Modells. Notieren Sie dann zusätzlich das genaue Chromebook-Modell.

NVIDIA GeForce RTX, AMD Radeon und Intel Arc sind Grafikbezeichnungen, keine CPU-Modelle.

Verrät die Computermarke den Prozessor?

Nein. Dell, HP, Lenovo, ASUS, Acer, MSI, Microsoft, Samsung und andere verkaufen dieselbe Produktfamilie mit mehreren Prozessoroptionen.

MarkeSinnvoller HerstellerwegEinschränkung
Dell/AlienwareSupportAssist oder Service-Tag-SucheOriginalkonfiguration kann nach Reparatur veraltet sein
HP/OMENHP Support Assistant oder exakte ProduktnummerSerienseiten nennen oft alle Optionen
Lenovo/ThinkPad/LegionLenovo Vantage oder MaschinentypFamiliennamen umfassen viele Generationen
ASUS/ROGMyASUS und genaue ModellnummerRegionale Suffixe können abweichen
Acer/PredatorAcerSense/Care Center oder SNIDEin Gehäuse kann mehrere CPUs enthalten
MSIMSI Center und ProduktseiteVollständiges SKU-Suffix beachten
Microsoft SurfaceSurface-App und Windows-InfoEs gibt Intel- und ARM-Generationen
Samsung Galaxy BookSamsung Settings und ModellcodeHändler kürzen CPU-Namen oft ab
HUAWEI MateBookPC Manager und ModellseiteRegionale Varianten unterscheiden sich
LG gram/Razer/GIGABYTEWindows-Anzeige plus genaue SupportseiteProduktnamen werden über Jahre wiederverwendet
Apple MacÜber diesen MacÄhnliche Namen umfassen Intel und M-Serie

Das Betriebssystem zeigt, was aktuell eingebaut ist; Herstellerseiten zeigen häufig die Werkskonfiguration.

Häufige Fehlinterpretationen

  • „Core i7“ oder „Ryzen 7“ reicht nicht: Das ist nur die Leistungsklasse.
  • ProcessorId ist kein Modell und keine eindeutige Seriennummer: Verwenden Sie unter Windows die Eigenschaft Name.
  • Kerne sind nicht immer Threads: Simultaneous Multithreading und Hybridarchitekturen verändern die Topologie.
  • CPU und GPU sind verschieden: Grafiknamen beantworten eine andere Frage.
  • VMs zeigen nicht zwingend die Host-CPU: Hypervisoren können Namen und Funktionen maskieren.
  • Remote Desktop prüft den entfernten Rechner: Nicht den Laptop vor Ihnen.

Modell vor Softwarekauf oder Upgrade prüfen

  1. Vollständigen CPU-Namen aus Task-Manager, macOS oder lscpu kopieren.
  2. Mit einer zweiten integrierten Quelle bestätigen.
  3. Exaktes Modell in der offiziellen Datenbank des CPU-Herstellers nachschlagen.
  4. Tatsächliche Anforderung prüfen: Betriebssystem, x64/ARM64, Befehlssätze, Kernzahl oder Generation.
  5. Bei Desktop-Upgrades zusätzlich Sockel, Chipsatz, BIOS, Stromversorgung und Kühlung prüfen.

Bei gebrauchten Rechnern sind System-Screenshots aussagekräftiger als Gehäuseaufkleber, sofern sie wirklich zum angebotenen Gerät gehören.

Häufig gestellte Fragen

Kann eine Website meine CPU exakt erkennen?

Nicht zuverlässig. Browser begrenzen detaillierten Hardwarezugriff aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen. Verwenden Sie die integrierten Systemwerkzeuge.

Brauche ich CPU-Z oder HWiNFO?

Nicht für den Modellnamen. Spezialwerkzeuge sind für CPUID-Details, Cache, Temperaturen und Live-Takte nützlich. Laden Sie sie ausschließlich vom offiziellen Anbieter und prüfen Sie die digitale Signatur.

Ändert eine Windows-Neuinstallation das CPU-Modell?

Nein. Nur ein Hardwaretausch oder eine geänderte VM-Konfiguration ändert den Prozessor.

Warum weicht der Task-Manager-Takt von der Produktseite ab?

Produktseiten nennen Basis- und Maximal-Boost. Task-Manager zeigt einen veränderlichen Wert, der von Last, Energieprofil und Temperatur abhängt.

Ist das CPU-Modell Teil einer HWID?

Ein Produkt kann Modell- oder Prozessorsignaturdaten verwenden, doch das Modell ist nicht geräteeindeutig. Tausende Rechner nutzen dieselbe CPU. Mehr dazu: HWID-Seriennummern in CMD und PowerShell prüfen.

Technische Primärquellen

Das Betriebssystem zeigt die eingebaute CPU; die Herstellerdatenbank erklärt ihre Fähigkeiten. Beides zusammen ist zuverlässiger als Aufkleber, Familienname oder Computermarke.